Gehirn

Parkinson-Erkrankungen und Parkinson-Syndrome (z.B. eine Multisystematrophie, MSA) können sehr empfindlich mittels eines DaTScans nachgewiesen werden. Drei bis sechs Stunden nach Injektion einer schwach radioaktiven Untersuchungssubstanz werden Bilder angefertigt, die in der Regel direkt eindeutige Aussagen liefern. Nähere Informationen finden Sie auch auf dem Patienten-Flyer der Herstellerfirma.

Normaler DaTScan mit kommaförmiger Darstellung der Striati (= Nn. caudati + Putamina). Der Befund spricht gegen einen M. Parkinson oder ein Parkinson-Syndrom.

1_datnormal

Pathologischer DaTScan mit verminderter Darstellung beider Putamina (nur noch Punkte, keine Kommas mehr). Der Befund spricht für einen M. Parkinson oder ein Parkinson-Syndrom, z.B. eine Multisystematrophie.

2_Datscan patho1

Besteht anschließend noch Unklarheit, ob ein M. Parkinson oder ein Parkinson-Syndrom vorliegt, so ist die Unterscheidung mittels MIBG-Szintigraphie möglich, weil der M. Parkinson zu einer verminderten MIBG-Darstellung des Herzens führt.

Im vorliegenden Beispiel ist bei einem Patienten mit M. Parkinson das normalerweise gut sichtbare Herz nicht mehr abzugrenzen.

3_MIBG-Szintigraphie

Mittels DaTScan kann auch eine Levy-Body-Demenz (DLB) nachgewiesen werden, eine Parkinson-verwandte Erkrankung, bei der die geistigen Beeinträchtigungen noch vor den motorischen Störungen auftreten. Andere Demenzformen, wie die Demenz vom Alzheimer-Typ und die frontotemporale Lobärdegeneration (M. Pick), lassen sich bereits im Stadium des Mild Cognitive Impairments (MCI) erkennen. Die hierbei vorhandenen leichten kognitiven Störungen äußern sich durch Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen und schnelle geistige Ermüdung. Mittels Hirnperfusionsszintigraphie lassen sich bei den betroffenen Personen mit Alzheimer oder Pick-Demenz typische Durchblutungsstörungen nachweisen.

Hirnperfusionsszintigraphie mit CED bei einer Patientin mit einer Alzheimer-Demenz.

4_Hirnperfusions-SPECT